Holzbiene

Die grosse blaue Holzbiene wird bis zu 11 Monate alt. Somit eine der Bienen die am längsten lebt. Als ich sie vor ca. 4 Jahren, das erste Mal gesehen habe, war ich ab ihrer Grösse beeindruckt und musste mich sogleich schlau machen, wem ich da begegnet bin. Sie ist die grösste einheimische Wildbiene . Dieses Jahr habe ich mindestens 6 Bienen gesehen die sich an der Glyzinie gütlich tun, die dieses Jahr besonders reichlich blüht. 
Die blaue Holzbiene lebt solitär. Sie gräbt ihre Brutkammern in morsches Holz und verschliesst sie schlussendlich mit den Holzspänen, die beim graben anfallen. Trotz ihrer imposanten Grösse ist sie friedlich und ungefährlich. Sie interessiert sich weder für unser Essen noch für uns Menschen. Sie interessiert sich mehr für die Pollen von Schmetterlings,- Korb- und Lippenblütler. 
Somit sage ich nur: lasst Holz liegen, pflanzt ihre Pollenpflanzen und freut euch an diesem spannenden Lebewesen, dass mit ihrer Bestäubung unsere Nahrung sichert.

Korbblütler: Astern, Chrysanthemen, Dahlien, Rudbeckien, Ringelblumen, Zinnien und vielen mehr. 
Lippenblütler: Thymian, Zitronenmelisse, Salbei, Katzenminze, Majoran
Schmetterlingsblütler: Glyzinie, diverse Wicken- Arten, gewöhnlicher Hornklee,  Esparsetten, Wiesen- Platterbse und vielen mehr.

Auf dem Foto ist sie auf einem Borretschgewächs zu sehen. Dem Beinwell.
Zeigt also, dass die Liste mit den angegebenen Pflanzen nicht abschliessend ist und auch nicht den Anspruch hat dies zu sein.


April 2021
Ameisenlöwen
Die Krater sind nicht mehr am selben Ort. liegt wahrscheinlich auch daran, dass meine Katzen da neuerdings ihr Geschäft verrichten.
Aber dafür habe ich sie in unserem Holzblumenkisten gefunden.
das sind 3 Kisten aus Holz, die südlich an der Hauswand stehen und weil es da so heiss und trocken ist sind Hauswurz und Scharfer Mauerpfeffer gepflanzt. da diese eher zum Licht wachsen, bleibt im hinteren Teil der Kiste die Erde leer und da habe ich neue Krater entdeckt. Schön, sie finden also noch Platz.

April 2020
Ameisenlöwen

Für mich neu, habe ich 11 Krater in der Erde gefunden, die vorher nicht da waren. nach einigem Nachforschen, habe ich herausgefunden, dass es Ameisenlöwen sind. Ich habe schon Dokumentationen darüber gesehen, aber nicht gewusst, dass es in der Schweiz auch welche gibt. Über 200 Arten in der Welt, davon 11 Arten in der Schweiz und davon sind 3 Arten Krater bauend. Ein tolles Erlebnis. Auf Facebook findest du ein Video, indem siehst du wie der Ameisenlöwe Erde wirft. Dies macht er um seine Beute im Krater zu behindern, rauszukrabbeln. Oder aber um seinen Krater zu erweitern. So wie ich gelesen habe, wird der Krater grösser je grösser der Ameisenlöwe wird. Auch habe ich gelesen, dass sie Nachtaktiv sind, jedoch dieses Video entstand am Morgen um ca. 9 Uhr...
Wie immer.... es macht Sinn, gelesenes zu Hinterfragen und selber zu beobachten.
Übrigens, nach 4 Tagen waren es schon 16 Krater, die einen ganz klein, die anderen grösser und tiefer.
Ich beobachte weiter!

März 2021
 

Heute drehen sich meine Gedanken einmal mehr um Lebewesen wie Wildbienen und Schmetterlinge etc.

Was machen diese kleinen Flieger, wenn es so stark windet wie Heute?

Den männlichen Aurorafalter sehe ich herumflattern. Ganz schön mutig in meinen Augen. Ob er auch da ankommt wo er hinwill?

weibliche Exemplare habe ich noch nicht gesichtet. Das ist jedes Jahr so. Lange vor den Weibchen sind die Männchen vor Ort.

Eine ihrer Raupenpflanze, das Wiesenschaumkraut, blüht auf jeden Fall schon. Meine Freude wird gross sein, wenn ich die ersten Eier entdecke. Die Knoblauchrauke, auch eine Raupenpflanze des Aurorafalters, habe ich im letzten Jahr absamen lassen und finde nun viele Pflanzen vor. Das wird ein Geburtenstarkes Jahr für den Aurorafalter. Hoffe ich wenigstens, denn die Lebenswichtigen Grundlagen stehen zur Verfügung. 

November 

Es blühen noch einige Pflanzen, wie die Wilde Malve und die Hundsfärberkamille. Aber mir gefallen auch die verblühten Samenstände:
1. Sind der perfekte Unterschlupf für Insekten über die kalte Jahreszeit.  Die Natur einfach walten lassen.
2. Liefern sie uns Samen für nächstes Jahr
3. gefallen mir die Samenstände wenn sie im Garten stehen bleiben und von Reifen überzogen sind.
Ausserdem finden sich einige Heilpflanzen die uns Menschen gut tun:
Vom Gewürzfenchel zum Beispiel ernte ich einen Teil der Samen und verwende ihn für meine Teemischung. Der leichte Anisgeschmack harmoniert schön mit Zitronenmelisse, Ingwer und eine minime Menge von Kamillenblüten. Das ist mein Herbst- Wintertee. Er wärmt den Bauch und die Seele.

Erntezeit= Futter für die Bodenlebewesen. Ich schneide die Resten klein und verteile sie wieder auf dem Boden an dem die Gemüse standen. So ist der Boden geschützt, die Bodenlebewesen haben Nahrung und der Boden ist im Frühjahr wieder Fruchtbar für die neuen Gemüse.  

Unser „ Baumeister“ Fruchtbarer Böden - Der Regenwurm, mit Beispiel vom Blattabbau

1 Im ökologischen Landbau wird der Boden gedüngt nicht die Pflanze. Genauer gesagt wir führen den Bodenlebewesen Nahrung zu. Die einfachste Art Biodünger selber herzustellen ist, den Boden so zu kultivieren, dass der Nährstoffumsatz im Boden in grossem Masse eigenständig vor sich geht. In einem belebten Boden, geschieht dies sozusagen „nebenbei“

 

Regenwürmer sind die bekanntesten Bodenlebewesen, doch neben ihnen wimmelt es von unzähligen Lebewesen im Boden: Milben, Asseln, Springschwänze, Larven, Käfer, Algen, Pilze und Bakterien. Diese Organismen sind ununterbrochen tätig und vollbringen einen Verdauungsprozess. Feuchte Pflanzenteile werden von Insekten und anderen kleinen Tierchen zerkleinert und von Bakterien, Pilzen und anderen Mikroorganismen in ihre kleinsten Bestandteile zersetzt. So regeln Mikroorganismen die vielfältigen Nährstoffprozesse im Boden.

 

2 Drei verschiedene Regenwürmer - drei verschiedene Lebensweisen

Der Kompostwurm gehört der Gruppe Streubewohner an, ist eher an der Oberfläche (bis 20 cm Tiefe) zu finden. Im Wald ernährt er sich von abgestorbenem organischem Material, Bodenlebewesen und Tierkot. 

Kompostwürmer haben die höchste Vermehrungsrate unter allen Regenwürmern.

 

Der Tauwurm ist der „klassische“ Regenwurm und gehört zur Gruppe Tiefgraber.

Blätter und andere Pflanzenreste, die er nachts in die Röhren zieht, sind seine Nahrung. Er wohnt idealerweise während seinem ganzen Leben in senkrechten Wohnröhren die bis zu zweieinhalb Meter tief sein können. Er kleidet die Röhren mit Regenwurmkot aus, damit diese bei Regen nicht zusammen-brechen.

Da ein solchermassen gut gelockerter Boden viel Wasser aufnehmen kann, sind diese Regenwürmer für den Hochwasserschutz nach starken Regenfällen besonders wichtig.

 

Der kleine Ackerwurm gehört der Gruppe Untertagwerker an und findet sich in Acker- und Gartenböden. Meist mit horizontalen Gängen: Seine Röhren füllt er gleich wieder mit Kot an und trägt so zur Durchlüftung und Lockerung des Bodens bei. Er ernährt sich von abgestorbener Wurzelmasse. Durch das anreichern des Bodens mit organischer Masse erhöht er die Fruchtbarkeit des Bodens .Ihn findest du zum Beispiel wenn du Lauch erntest, bei den Wurzeln. 

 

3 Als Beispiel, des Zusammenspiels aller Bodenlebewesen und Organismen:

 Der Abbau eines Laublattes erfolgt in mehreren Phasen. In jeder Phase sind andere Tiere und Organismen beteiligt

Phase 1: Vom ganzen Blatt zum aufgeweichten Blatt. Bakterien, Pilze, Algen und Einzeller besiedeln und „knacken“ das vom Regen aufgeweichte Blatt

Phase 2: vom aufgeweichten zum durchlöcherten Blatt. Springschwänze und Milben fressen erste Löcher in das abgestorbene Pflanzengewebe

Phase 3 – 7: vom durchlöchertem zum zerstückelten, zum zersetzen Blatt. Larven von Mücken und Fliegen vergrössern die Löcher, Tausendfüssler, Asseln und Schnecken fressen an den harten Blattnerven. Die biologische Aktivität der Mikroorganismen wird vergrössert.

Phase 8: vom zersetzten Blatt zum „ Mull“. Erst jetzt treten die Regenwürmer in „Aktion“. Sie fressen das vorverdaute Blatt, ebenso Mineralerde und Kotballen anderer Bodenlebewesen. Was der Wurm ausscheidet, ist die wertvollste Humusform.

 

4 Ein paar Boden - Dünger – Regenwurm – Hardfacts

  • In einem zehn Quadratmeter grossen belebten Beet leben circa 3 Kilogramm Regenwürmer, die mit ihrem Wurmhumus direkt das Beet düngen
  • Würmer arbeiten innerhalb von zehn Jahren die Erde bis zu einem Meter tief um
  • Ein Regenwurm produziert pro Tag Kot in der Menge seinen halben Körpergewichts
  • Besonders gross ist die Regenwurm Population auf Dauerwiesen. Auf einem Quadratmeter Wiese bis in 150 Zentimeter Tiefe zeigten in einer Untersuchung, dass hier Regenwürmer ein Röhrensystem mit einer Ausdehnung von 900 Metern angelegt hatten- Umgerechnet auf einen Hektar leben hier 2 Tonnen Regenwürmer.
  • Gründüngung (Vor allem Leguminosen, wie Erbsen etc.) und Mulchen fördern die Regenwurmpopulation.

 

1,2,3,4 Informationen aus dem Buch „Biodünger selber machen“ Andrea Heistinger, Alfred Grand

 

 

Fazit: Wenn du Regenwurmhaufen siehst, freue dich und bedenke mit Ehrfurcht, was diese Bodenlebewesen und Organismen für eine Arbeit leisten und welches Geschenk sie uns machen. Fruchtbare Erde!

Tipp: Ich zerkleinere beim Ernten oder wenn ich das Beet Winterfest mache, die Pflanzenreste und lasse sie auf dem Beet liegen. Je mehr Nahrung für die Würmer vorhanden ist, desto Fruchtbareren Boden schenken sie dir.

Du hast bedenken das deine Nachbarn es nicht gut heissen, dass du ein „unaufgeräumtes“ Beet stehen lässt? Dann sage ich dir, es muss umgekehrt sein. Deine Nachbarn sollten sich hinterfragen, warum sie ein „aufgeräumtes“ Beet zu haben. 

 

Falscher Glaube:

Der Glaube, dass Regenwürmer weiterleben, wenn sie durchschnitten sind hält sich leider hartnäckig. Dem ist NICHT so. Ich denke das ist eine Rechtfertigung für diejenigen die ihren Acker oder ihre Beete tief umpflügen. Es ist in meinen Augen schlicht und einfach Tötung eines der wichtigsten Lebewesen auf Erden.


 

….und falls du mich, an einem regnerischen Tag, mit dem E- Bike, auf dem Fahrradweg zwischen Zetzwil und Leimbach Schlangenlinien fahren siehst, bin ich nicht betrunken - Ich weiche den Regenwürmern auf dem Weg aus.

Fotos findest du auch auf
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Disteln             

Der Kreuzzug gegen Disteln darf bitte der Vergangenheit angehören. Disteln sind wertvoll.
Vielen Wesen schaffst du eine Lebensgrundlage indem du Disteln wachsen, blühen und auch Samen bilden lässt.
Es gibt Arten, wie die Golddistel, die nicht ganz so hoch wird, wie einige ihrer Verwandten. Auch die Kugeldistel ist schön mit ihren Blüten.
Die Kratzdistel, auf dem Bild zu sehen, zieht wie du sehen kannst, viele verschiedene Wildbienen an.
Die Königsdisziplin ist die Eseldistel. Sie kann 2-3 m hoch werden. Am besten lässt man sie an einer Hausmauer halt finden. Speziell bei ihr, ist dass sie einen vegetationsfreien Platz braucht um überhaupt zu keimen. Ihr Samen kann bis zu 10 Jahren verharren und geduldig warten bis die Bedingungen passen.
Alle diese Disteln sind wertvolle Lebensgrundlage für Raupen, Schmetterlinge, Wildbienen, Käfer und diverse Vögel.
In Verruf sind die Disteln geraten, weil eine einzige Art, die Ackerkratzdistel, sich über Ausläufer vermehrt und sich rapide Ausbreitet....Eine einzige Art und darum sind alle Disteln etwas schlechtes? Kann nicht sein!
Also bitte, habt den Mut und lasst die Schönheiten euren Garten bereichern.

Auch auf Facebook zu finden
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Tigerschnegel                     

 

Als ich den Tigerschnegel das erste Mal bei mir im Garten sah, habe ich einen Freudentanz aufgeführt. Die Tigernacktschnecke, der grosse Schnegel, oder die grosse Egelschnecke, wie sie auch noch genannt wird, ist etwas Besonderes. 

 

Beim Nachlesen habe ich herausgefunden, dass es Menschen gibt die, Exemplare bis 20 cm Länge gesehen haben. Normalerweise weisen sie eine Länge von 13 cm auf. 

 

Der Tigerschnegel ist ein Zwitter, wie alle Schnecken. Ihr Liebesspiel dauert meist „nur“ eine halbe Stunde bis Stunde. 

 

Es wird vermutet, dass der Tigerschnegel ursprünglich in Süd- und Westeuropa beheimatet war und durch Verschleppung bei uns gelandet ist. 

Hauptsächlich in Auen, Gärten und Parks, oder feuchten Kellern kommt er vor. 

Die Ernährung setzt sich aus Pilzen, welken und abgestorbenen, selten auch frischen Pflanzenteilen, Aas und räuberisch  von anderen Nacktschnecken zusammen. Er kann Exemplare überwältigen die ebenso gross sind wie er selber. Er wird als Nützling, nicht als Schädling angesehen…nur wissen das viele nicht. 

 

Was auch mal wieder gesagt werden muss, ohne die sogenannten Schädlinge (Was für eine schreckliche Benennung) hätten viele Insekten oder Kleine Gartentiere keine Lebensgrundlage. Darum, eine Aktion im Garten bewirkt immer eine Reaktion! Bitte immer erst die Natur walten lassen und ihr auch die Zeit dazu geben. 

 

Nachlesen konnte ich auch, dass sie strikt Nachtaktiv sind….heisst mein Tigerschnegel kann nicht lesen und hält sich mal wieder nicht an die Regeln! Es war 8 Uhr morgens als ich das Foto schoss. 

 

 

 Meine Balkonkisten vom Vorjahr

 

Damit etwas Struktur in das Erscheinungsbild kommt habe ich mich entschieden zwei Arten Balkonkisten mit Einheimischen Stauden zu bepflanzen.

 

Für die Ostseite habe ich folgende Pflanzen verwendet:

 

-          Weisses Veilchen, Blütezeit März- April

-          Kugelköpfiger Lauch, Blütezeit Juni- Juli              

-          ästige Graslilie, Blütezeit Juni- September

-          Scharfer Mauerpfeffer, Blüte Juni- Juli

-          gelbe Spargelerbse, Blüte Mai- Juni

 

Die Kisten Richtung Südost sind wie folgt bestückt:

 

-          Frühlingsplattserbse, Blüte April-Mai                   
-          weisses Veilchen, Blüte März- April

-          Waldplatterbse, Blüte Juni-August

-          Taubenskabiose, Blüte Mai- Oktober


Ich wünsche dir viel Freude beim Beobachten wer sich alles auf deinen Blüten einfindet. 


Winterunterschlupf Kleintiere

Eine Möglichkeit um Kleintieren einen Winterunterschlupf zu bieten ist, wie hier zum Beispiel, eine selbstgemachte Stahldrahtkugel. Sie ist mit Heu gefüllt und steht auf Kies und Steinen unter einer Holzkiste im trockenen. Ich gehe davon aus, dass sie auch im Sommer bewohnt wird, dann als Schattenspender. Ich lasse sie einfach das ganze Jahr hindurch stehen.

 

Jährlich im frühen Herbst fülle ich sie mit Heu auf. An manchen Tagen ist die Kugel verschoben, heisst sie wurde von irgendeinem Insektenfressenden Tier umhergerollt.

Bis anhin hat es noch kein Tier geschafft das Heu rauszuziehen.

 

Tipp: Ich habe meine Kugel die ihr auf dem Foto seht nach dieser Anleitung erstellt, der link führt zu einer externen Internetseite.

 https://basteln-dekorieren.de/2012/11/bastelanleitung_fuer_drahtkugeln/

Ich habe dickeren Draht verwendet, damit es schön stabil ist und ich habe die schnörkligen Sachen weggelassen. Kann jeder machen wie er will.